Regulator-Profil · KM
MISA — Mwali International Services Authority
Verfolgt vonBrokerlist Editorial · Unabhängiges RedaktionsteamAktualisiert
Die Mwali International Services Authority (MISA) ist eine Offshore-Lizenzierungsstelle mit Sitz in Mohéli, einer der drei Inseln der Union der Komoren. Sie vergibt International Brokerage and Clearing House Licences, die von Privatkunden-Forex/CFD-Marken als kostengünstige Alternative zu Vanuatu, Belize und St. Vincent häufig genutzt werden.
- Zuständigkeit
- Insel Mohéli (Mwali), autonom von der föderalen Komoren-Behörde. Nicht reguliert durch die Zentralbank der Komoren oder die komorischen Finanzdienstleistungsbehörden.
- Gegründet
- 2017
- Mandat
- Errichtet durch die autonome Regierung von Mohéli im Rahmen der komorischen Verfassung, die den Inseln Selbstverwaltungsbefugnisse über lokale Handelsangelegenheiten einräumt. Die MISA vergibt International Brokerage Licences für FX, CFDs, Wertpapiere und Krypto. Die Lizenzgebühren sind niedrig und die Kapitalanforderungen minimal im Vergleich zu FCA, ASIC oder selbst Tier-2-Jurisdiktionen.
- Verbraucherschutz
- Keine gesetzliche Einlagensicherung oder Anlegerentschädigung. Kein erforderliches Mindestkapital vergleichbar mit Onshore-Rahmen. Keine verbindlichen Kundengeld-Trennungsregeln mit gesetzlicher Durchsetzungskraft. Praktischer Verbraucherrechtsschutz gegen MISA-Lizenznehmer ist im Wesentlichen nicht vorhanden.
- Retail-Hebellimits
- Keine gesetzliche Obergrenze für Privatkundenhebel. MISA-lizenzierte Broker bewerben häufig 1:1000 bis 1:3000 und wenden standardmäßig keinen Negativsaldoschutz an. Einige Broker fügen NBP freiwillig hinzu.
- Öffentliches Register
- Die MISA veröffentlicht eine Liste lizenzierter Stellen auf ihrer Website, doch das Register ist international nicht indexiert (keine IOSCO-MMoU-Abdeckung) und wird nicht von FCA, ASIC, ESMA oder anderen Tier-1-Warnsystemen abgeglichen. Die Echtheit der Lizenz sollte im Zweifel durch direkten Kontakt mit der MISA überprüft werden. Register öffnen ↗
- Streitbeilegung
- Kein gesetzlicher Ombudsmann oder Entschädigungsmechanismus. Streitigkeiten laufen standardmäßig vor Gerichten in Mohéli oder gemäß den Lizenzbedingungen; die grenzüberschreitende Vollstreckung von Urteilen ist praktisch undurchführbar.
- Redaktionsnotizen
- Die MISA entstand Ende der 2010er Jahre, als Vanuatu (VFSC) und Belize (IFSC) ihre Offshore-Rahmen verschärften. Tier-1-Regulierer behandeln sie als „Red-Flag"-Jurisdiktion — die meisten internationalen Zahlungsdienstleister und einige Banken nehmen reine MISA-Einheiten nicht auf. In unserer Abdeckung trägt der Offshore-Arm von Alpari eine MISA-Lizenz; der Rahmen stellt operative Flexibilität über den Verbraucherschutz.
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